ASS VIVENDI - Kochkurs für Profis - Italienisch Kochen
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BROT

Schon in grauer Vorzeit war das Brot in Italien das Grundnahrungsmittel par excellence. Nach der Entdeckung Amerikas wurde das Brot in vielen Ländern von der Kartoffel verdrängt, was allerdings in Italien nicht der Fall war.

Brot kommt als erstes auf den Tisch und wird in der Regel ohne Butter verzehrt. Vor allem in Mittelitalien wird Brot sehr gern geröstet und in Scheiben geschnitten mit einem guten nativen Olivenöl extra und eventuell mit etwas Knoblauch ("Bruschetta") gegessen. Das so zubereitete Brot wird gern als Amuse gueule serviert.

In Italien wird in der Regel Weißbrot aus Weizenmehl gegessen. Es gibt natürlich eine ganze Reihe von verschiedenen Sorten, die ein Gewicht von 100 g bis zu einem Kilo haben, wobei auch die Formen variieren. Berühmt ist das Brot aus Apulien, das eine runde Form hat, 1 kg schwer ist und aus einem sehr luftigen Hefeteig ist. Dieses Brot, das lange frisch bleibt,
wird in allen südlichen Regionen Italiens und in der Toskana hergestellt und ist unter dem Namen "pane casareccio" bekannt. In der Toskana wird dieses Brot ohne Salz hergestellt.

Auch die Grissini dürfen nicht auf Italiens Tischen fehlen. Diese dünnen Gebäckstangen werden industriell gefertigt und sind nicht zuletzt durch die italienischen Restaurants in aller Welt bekannt geworden.

Die Betreiber von Restaurants mit italienischer Küche sollten Weißbrot und Grissini immer in ausreichender Menge vorrätig haben, auch deshalb, weil beides nicht durch Kartoffeln oder Reis zu ersetzen ist.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, jemanden an der Hand zu haben, der das original italienische Brot backen kann. Wenn man keinen Bäcker hierfür findet, muß man dieses Brot selbst im Restaurant backen.